Geisberger Gesellschaft für Energieoptimierung mbH – MAN

Der erfolgreiche BHKW-Spezialist, die Geisberger Gesellschaft für Energieoptimierung mbH, setzt auf zuverlässige und bewährte Komponenten und ermöglicht seinen Kunden den wirtschaftlichen Erfolg Ihrer Biogasanlagen.

Auch Geisberger mit den BHKW Power-Systemen aus dem ländlichen Oberbayern setzt auf Qualitätskatalysatoren aus dem Hause Emission Partner. „Wir sind seit 35 Jahren ein Familienunternehmen mit großer Erfahrung im Bereich Energieerzeugung und Optimierung und sind für hochwertige Qualität unserer Produkte in der Energiebranche bekannt“, beschreibt Inhaber und Gründer Maximilian Geisberger sein Unternehmen. Selbst konstruierte und entwickelte Erdgas- und Biogas-Blockheizkraftwerke in den Leistungsgrößen 75 bis 550 kW elektrisch, sind seit Jahren das Hauptgeschäft. Der Betrieb ist nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert und hat als Einziger national das Einheitenzertifikat (Mittelspannungsrichtlinie) für Blockheizkraftwerke mit Asynchron-Generatoren der neuesten Generation erhalten.

Bereits seit 2013 setzt Geisberger auf Emission Partner Produkte und durch die Neuregelung des Emissionsminderungsbonus wurde die Zusammenarbeit
Anfang 2018 intensiviert. „Für unsere PowerMini- und PowerMidi-Serie wurde gemeinsam ein Doppelkonuskatalysator mit größerer Matrix und optimierter Anströmung entwickelt. Ein Katalysatortausch ist durch das Lösen der Flanschverbindungen sehr einfach durchzuführen und im Vergleich zu Katalysatorkammern eine kostengünstigere Alternative. Für den typischerweise als Flexmotor verwendeten Mitsubishi-Gasmotor mit einer Leistung von 550 kW wird ein doppelt geflanschter Abgaswärmetauscherkatalysator mit verlängerter Katalysatormatrix verwendet. Dabei macht gerade die doppelte Flanschlösung im Vergleich zum Vorprodukt den Unterschied: Denn bei einem Grenzwert von 20 mg/Nm³ kann auch ein kleiner Gasschlupf von 10 %, wie ihn herkömmliche Abgaswärmetauscherkatalysatoren haben, die Emissionsmessung scheitern lassen!“,berichtet Vertriebsleiter Stefan Kuttenberger.

Alle Katalysatoren haben bei den diesjährigen Emissionsmessungen Messwerte weit unter 20 mg/Nm³ Formaldehyd erzielt. „Mit der Beratung, dem Preis-/Leistungsverhältnis und der positiven Zusammenarbeit sind wir sehr zufrieden und man fühlt sich auch im Hinblick auf kommende Grenzwertabsenkungen (in der Zukunft) gut vorbereitet“, beschreibt Geisberger die Synergie mit Emission Partner.

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Biogasanlage Struckmann – SCHNELL

Die Biogasanlage diente zur Sicherung des landwirtschaftlichen Familienbetriebes und etablierte sich als sinnvolle Ergänzung in einer Ackerbau-, Schweinezucht- und Kuhviehbetriebregion.

Die Biogasanlage von Familie Struckmann, nördlich von Hannover direkt am Steinhuder Meer gelegen, wurde 2009 mit einem 150 Kilowatt Zündstrahler von SCHNELL in Betrieb genommen. Die ausschließlich mit nachwachsenden Rohstoffen und Wirtschaftsdüngern betriebene Biogasanlage sieht Steffen Struckmann als sinnvolle und zukunftsträchtige Ergänzung zum landwirtschaftlichen Familienbetrieb. Zu diesem gehören auch eine Rinderaufzucht mit 170 Großvieheinheiten und eine landwirtschaftliche Fläche von 130 Hektar. „Über die Jahre wurde unsere Biogasanlage schrittweise mit weiteren effizienteren Blockheizkraftwerken und einem Gärrestverdampfer (Vapogant von der Biogastechnik Süd) erweitert. Dabei wird das Wasser in den Gärresten verdampft und die anfallende Gärrestmenge um 50 Prozent reduziert. Somit konnte auf den kostenintensiven Zubau von weiterem Lagervolumen verzichtet werden. Dadurch ist eine vollständige Wärmeauskopplung in der Zukunft gesichert und die Wirtschaftlichkeit der Anlage wurde verbessert“, beschreibt Herr Struckmann die Weiterentwicklung seiner Biogasanlage.

„Bis 2015 haben wir das komplette Zubehör bei den BHKW-Herstellern und Servicedienstleistern gekauft. Die Entscheidung für Emission Partner war im ersten Schritt der günstigere Preis von Zündkerzen und Filtern, die meine Frau nach gründlicher Recherche im Internet im Onlineshop von Emission Partner fand. Die Qualität der Produkte hat uns so überzeugt, dass wir die Zusammenarbeit mit jedem Jahr ausgebaut haben. Die Katalysatoren halten die zugesagten Grenzwerte sicher und zuverlässig ein. Der Katalysator für unseren SISU-Motor war ein Sonderteil und nur Emission Partner konnte hier kurzfristig helfen. Aufgrund der eigenen Herstellung wurde der Sonderteilkatalysator innerhalb von zwei Wochen gefertigt und die Emissionsmessung wurde sicher mit einem Messwert von 4 mg/Nm³ Formaldehyd bestanden“, ergänzt Struckmann zufrieden.

Motoren:
SCHNELL-Scania ES1807 (150 kW)
SCHNELL-SISU (75 kW)
SCHNELL-Scania 8V20.1BO (250 KW)
Agrikomp-ScaniaDC13 BGA 136 (250 kW)

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Rigo Biogas GmbH – 2G

Das Wärmenutzungskonzept von Herrn Pfaffenbach dient als Vorzeigeprojekt für eine ganze Branche.

Die Rigo Biogas GmbH mit Sitz im hessischen Morschen betreibt seit 2010 eine Biogasanlage auf Basis von nachwachsenden Rohstoffen und Wirtschaftsdünger. „Nach den ersten Erfahrungen mit unserer 250 Kilowatt Anlage war schnell klar, dass die Wirtschaftlichkeit der Biogasanlage ohne Wärmekonzept nicht gesichert war, daher wurde die Anlage ab 2011 stetig erweitert“, erklärt der Inhaber Ottmar Pfaffenbach.

Heute stehen am 1.400 Meter von der Anlage entfernten Satellitenstandort zwei weitere Blockheizkraftwerke und es wird ein sehr effektives Wärme- und Kältekonzept direkt neben einem Kloster und einem angegliederten Tagungshotel betrieben. „Um den Nutzungsgrad der Abwärme zu optimieren haben wir eine Sorptionskälteanlage mit einer Nennleistung von
105 Kilowatt installiert. Aus der Abwärme vom Blockheizkraftwerk wird dadurch Kälte mit ca. 6 Grad Celsius erzeugt, welche im Klosterhotel zur Raumklimatisierung genutzt wird. Die durchschnittliche Wärmeauskopplung am Klosterstandort liegt bei 97 Prozent und somit tragen wir als Biogasanlage aktiv zu einer verbesserten Umwelt bei“, berichtet Pfaffenbach.

Im Bundesland Hessen gelten verschärfte Anforderungen an verbaute Katalysatoren: so darf eine akkreditierte und für die Behörde zulässige Emissionsmessung erst drei Monate nach Einbau eines neuen Katalysators erfolgen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass die Emissionsgrenzwerte nicht nur zur Messung, sondern auch dauerhaft eingehalten werden. Zur Selbstkontrolle führt Herr Pfaffenbach daher mit dem Formaldehyd-Schnelltester von Emission Partner monatlich eine freiwillige Messung seiner Katalysatoren durch. „Die Messung dauert nur 15 Minuten und das Handling des Gerätes ist sehr einfach. Die Formaldehydwerte meiner im Januar 2018 verbauten Katalysatoren waren bei der letzten Messung im August 2018 noch immer unter 10 mg/Nm³“, so Pfaffenbach.

„Durch die breite Produktpalette von Emission Partner konnte ich die Anzahl an unterschiedlichen Lieferanten und den damit verbundenen Aufwand reduzieren und habe somit mehr Zeit für meinen landwirtschaftlichen Betrieb“, beschreibt Pfaffenbach.

Motoren:
SCHNELL-Scania ES2507 (250 kW)
Agrogen-BGA 158 (265 kW)
2G-Agenitor 406 (250 kW)
2G-Agenitor 406 (250 kW)

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MDE Service GmbH – MTU/MDE

Geschäftsführer Bernd Bestle und seine Motorenspezialisten aus dem Augsburger Umland geben Ihre langjährigen Erfahrungen an Biogasanlagenbetreiber weiter.

Die im Oktober 2017 gegründete MDE Service GmbH aus dem Augsburger Umland hat sich auf die Wartung und den Betrieb von MTU/MDE- und MAN-Blockheizkraftwerken im Leistungsbereich bis 500 Kilowatt elektrisch spezialisiert. „Alle unsere Mitarbeiter kommen aus der Branche und haben langjährige Erfahrung und fundierte Fachkenntnisse. Wir bieten einen deutschlandweiten Wartungs- und Reparaturservice bis hin zum Austausch von Motoren und Modernisierungen von Bestandsmotoren an“, beschreibt Geschäftsführer Bernd Bestle sein Unternehmen.

„Zeitgleich mit der Firmengründung wurde im Herbst 2017 auch der neue Formaldehydgrenzwert von 20 mg/Nm³ bekannt gegeben. So suchten wir einen verlässlichen Partner, der flexibel auf die neuen Emissionsanforderungen reagieren kann und langjährige Erfahrungen mit der Abgasnachbehandlung von Motoren vorzuweisen hat“, erläutert Bestle den Beginn der Zusammenarbeit mit Emission Partner. Gemeinsam wurden technische Lösungen zur sicheren Einhaltung der neuen Grenzwerte entwickelt und anschließend kurzfristig produziert. „Bei den 6- und 12-Zylinder-MTU-Motoren werden die Katalysatoren in den Vorkopf des Wärmetauschers eingeflanscht und bieten somit eine optimale Abdichtung ohne Abgasschlupf. Bei Motoren ohne Wärmetauscher werden Wechselsysteme verbaut, die eine Reinigung der Katalysatoren und einen zukünftigen Tausch vereinfachen. Des Weiteren kann auf einen aufwendigen und kostenintensiven Umbau der Abgasanlagen verzichtet werden“, ergänzt Herr Bestle.

„Wir sind mit der bisherigen Zusammenarbeit, dabei insbesondere mit der Schnelligkeit und Flexibilität bei der Lieferung von Standard- wie auch Sonderkatalysatoren sehr zufrieden. Alle gelieferten Katalysatoren haben die neuen Anforderungen erfüllt und unsere Kunden können weiterhin sicher den Emissionsminderungsbonus beziehen“, resümiert Geschäftsführer Bernd Bestle.

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Agrarservice Lass GmbH – MWM

Der Erfolg kommt nicht von ungefähr! Für Familienunternehmer Martin Laß steht eine vertrauensvolle und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten im Vordergrund.

„Mit dem Bau der eigenen Biogasanlage im Jahr 2009 hat alles begonnen“, berichtet Martin Laß, Geschäftsführer der Agrarservice Lass GmbH, aus Schleswig-Holstein. Um die Biogasanlage erfolgreich zu betreiben, müssen viele Räder ineinandergreifen, denn insbesondere das Herzstück jeder Biogasanlage, das Blockheizkraftwerk, gewährleistet durch optimal aufeinander abgestimmte Wartungsmaßnahmen den wirtschaftlichen Erfolg.

Um diese Erfahrungen auch an andere Biogasanlagenbetreiber weiterzugeben, gründet Martin Laß 2012 die Agrarservice Lass GmbH. Dabei hat sich das Unternehmen seit 2013 auf den Service von MWM spezialisiert und ist offizieller Service- und Vertriebspartner der Caterpillar Energy Solutions GmbH (ehemals MWM) im Raum Schleswig-Holstein sowie im nördlichen Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. „An erster Stelle unserer Philosophie steht eine vertrauensvolle und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unseren Kunden, denn nur so kann eine langfristig erfolgreiche Geschäftsbeziehung entstehen“, erklärt Laß sein Unternehmen.

Mit der Neuregelung vom Emissionsminderungsbonus im Herbst 2017, und der damit verbundenen Reduzierung des Formaldehydgrenzwertes von 40 mg/Nm³ auf 20 mg/Nm³, begann die Geschäftsbeziehung mit Emission Partner. „Der Emissionsminderungsbonus ist für die Wirtschaftlichkeit einer Biogasanlage unverzichtbar und direkt nach Veröffentlichung der neuen Grenzwerte war eine große Unsicherheit bei unseren Kunden zu spüren“, erinnert sich Laß und ergänzt, „In Emission Partner haben wir einen Partner gefunden, der uns mit seiner Kompetenz und langjähriger Erfahrung im Bereich der Katalysatortechnologie sofort überzeugte. Durch die eigene Herstellung aller Katalysatoren konnte immer sehr kurzfristig geliefert werden, was bis zum Stichtag dem 01.07.2018 von großer Wichtigkeit war.“

„Alle Katalysatoren konnten bei der Emissionsmessung den neuen Grenzwert einhalten und es wurden fast ausschließlich Formaldehydwerte von weniger als 10 mg/Nm³ erzielt. Mit diesem Ergebnis und der überzeugenden Beratung sind wir sehr zufrieden und wir freuen uns auf die künftige partnerschaftliche Zusammenarbeit“, resümiert Technikleiter Patrick Schröter.

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Bioenergie GmbH Straelen – Jenbacher

Rainer Strompen setzt auf Qualitätsmotoren aus dem Hause Jenbacher und ist damit sehr zufrieden.

Die Bioenergie GmbH Straelen, am idyllischen Niederrhein unweit der niederländischen Grenze gelegen, betreibt zwei Biogasanlagen mit jeweils 499 Kilowatt Leistung. Das aus nachwachsenden Rohstoffen und Ausscheidungen aus der Nutztierhaltung erzeugte Biogas wird in zwei Jenbacher 312 Gasmotoren zu Strom und Wärme umgesetzt. Im benachbarten
Gartenbaubetrieb wird eine konsequente und nachhaltige Wärmenutzung betrieben, welche die Wirtschaftlichkeit des Gesamtkonzeptes sichert. „Die Biogasanlagen sind eine sinnvolle Ergänzung zu unserem landwirtschaftlichen Lohnunternehmen und tragen einen erheblichen Beitrag zur Sicherung unseres Familienbetriebes in der dritten Generation bei“, so Unternehmer Rainer Strompen.

„Seit 2015 arbeiten wir mit der Firma Emission Partner zusammen und sind mit der auf unsere Bedürfnisse zugeschnittenen persönlichen Beratungsleistung sehr zufrieden. Die Verarbeitung und die Leistungsfähigkeit der Katalysatoren haben uns überzeugt. Diese positiven Erfahrungen haben wir bereits mit anderen Biogasanlagenbetreibern geteilt“, erklärt Herr Strompen.

„Aufgrund eines Katalysatorwechsels in Verbindung mit einer Abgasmessung wurde bei einem Motor ein Katalysator eines Mitbewerbers eingesetzt. In der Messung stellte sich heraus, dass der Formaldehydgrenzwert von 30 mg/Nm³ trotz des neuen Katalysators nur knapp eingehalten werden konnte. Bei der darauffolgenden Messung wurde aufgrund dieser
Erfahrung wieder ein Katalysator von Emission Partner eingesetzt. Bei der dann anstehenden Messung konnte der Formaldehydwert auf 5 mg/Nm³ im Abgas reduziert werden. Wir gehen davon aus, dass wir den Grenzwert von 20 mg/Nm³ auch bei der nächsten Messung ohne Katalysatorwechsel einhalten werden“, beschreibt Herr Strompen seine Erfahrungen.

Motoren:
Jenbacher 312 (499 kW)
Jenbacher 312 (499 kW)

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Agrokraft Hassfurt

Agrokraft Hassfurt GmbH & Co. KG – 2G

Ein Spaziergang vom Main entfernt liegt die Biogasanlage der Agrokraft Haßfurt GmbH & Co. KG. Herr Scheithauer kümmert sich um Koordination und Zusammenarbeit und kann so die unterschiedlichsten regionalen Einrichtungen mit Energie versorgen.
Der Wunsch nach Absatzsicherung ihrer landschaftlichen Erzeugnisse und der nachhaltigen Nutzung regenerativer Wärme brachte im Jahr 2010 die Landwirte aus der Region mit den örtlichen Stadtwerken zusammen und so gründeten sie die Agrokraft Haßfurt. Heute werden eine Schuhfabrik, das Freizeitzentrum mit Schwimmbad sowie das Schulzentrum mit Wärme aus der Biogasanlage versorgt.

Dabei vertrauen die Betreiber ganz auf die Motorenkompetenz der Firma 2G aus Heek. Direkt auf der Biogasanlage erzeugt ein Agenitor Zwölfzylinder 450 kW, auf den beiden Satellitenstandorten jeweils zwei Agenitor Sechszylinder je 250 kW regenerativen Strom. Mit 1450 kW elektrisch ist die Biogasanlage in Haßfurt damit schon eine der größeren Biogasanlagen in der Republik.

Über die Motoren und den Service aus Heek weiß Geschäftsführer Scheithauer Gutes zu berichten. „Mit 8.600 Volllaststunden im Jahr sind wir an der Grenze des technisch Machbaren“, fasst der Betreiber die erfolgreichen letzten Jahre zusammen. So verwundert es auch nicht, dass die Gesellschafter den Biogasbetrieb mit einem weiteren 900 kW Flex BHKW aus Heek ausbauen. Um genügend Gas für die dann zur Verfügung stehende Spitzenlast von 2.350 kW zur Verfügung zu stellen, planen sie zusätzlich ein 8.000 m³ Gärrestlager mit einem 3.000 m³ großen Gasspeicher, der ihnen außerdem die Möglichkeit gibt, ihre Gärreste bis zu 9 Monate zu lagern.
Doch damit nicht genug. Um den Eigenstromverbrauch ihrer Biogasanlage zu senken und möglichst viel Strom ins Netz zu speisen, haben die unternehmerischen Betreiber gleich noch eine 73 kW Photovoltaikanlage auf das Dach der Maschinenhalle installiert. Alle reden von Sektorenkopplung, in Haßfurt findet sie heute schon statt.

 

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Mannsperger Biogas

Mannsperger Biogas – MDE/MTU

Als Energie- und Anlagenelektroniker weiß Herr Mannsperger wovon er spricht. Er führt die Wartung seines MTU/MDE BHKW weitgehend selbst durch und ist mit der Auslastung sehr zufrieden.
„In der Region stehen nur vereinzelt Biogasanlagen und die Fruchtfolge auf den Feldern ist sehr getreidelastig, so dass die Biogasanlage gut in die Region und zur Umwelt passte“, erinnert sich Betreiber Mannsperger. 2009 wurde dann das erste BHKW mit 160 kW in Betrieb genommen. Die Anlage hat sich aufgrund der kurzen Wege gut in den Betrieb eingegliedert. Mit 50 % Gülle- und Mistanteil hat sie kostengünstige Einsatzstoffe, verwertet die Wärme hervorragend und passt so optimal zum Viehbetrieb mit 600 Schweinemastplätzen. So kann die Gülle gut verwertet werden und durch den Maisanbau wird die Fruchtfolge erweitert. Für den regelmäßigen Transport von Mist und Gülle hat Bernd Mannsperger einen Mitarbeiter mit LKW-Führerschein eingestellt. Denn er selbst betreibt nicht nur die Landwirtschaft, sondern ist auch gelernter Energie- und Anlagenelektroniker. So kann er die Wartung des Blockheizkraftwerkes weitestgehend in Eigenregie durchführen. „Hier sind die Ausbildung und die spezielle Kenntnis in Energie- und Anlagenelektronik von großem Vorteil“ erklärt Bernd Mannsperger. Mit seinen Motoren ist er aufgrund der guten Auslastung sehr zufrieden.

Zurzeit bekommt die Anlage noch keinen Formaldehydbonus, allerdings finden aktuell Gespräche mit dem Energieversorger Netze BW statt.

Eine jährliche Emissionsmessung lässt Bernd Mannsperger trotzdem durchführen und liegt nach Einbau des Oxidationskatalysators von Emission Partner deutlich unter 40 mg Formaldehydausstoß. Die Messung macht er freiwillig – für Umwelt und eine gute Nachbarschaft.

 

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Agrargesellschaft Pfiffelbach

Agrargesellschaft Pfiffelbach – MWM TCG 2016 V16, 500 kW, Biogas

Seit dem Bau der Biogasanlage stellt sich Herr Strese jeden Tag einer neuen Herausforderung. Mit einer Auslastung von über 97 % hat er bewiesen, dass er sie alle meistert.

Unter den landwirtschaftlichen Betrieben in Thüringen ist die Agrargesellschaft Pfiffelbach schon eine der größeren. Hier im schönen Weimarer Land beschäftigen sich immerhin 85 Mitarbeiter mit der Haltung von 900 Milchkühen, der Aufzucht von 1600 Sauen und der Bewirtschaftung der umliegenden 5000 Hektar landwirtschaftlicher Fläche.

Als das EEG 2004 verabschiedet wurde und sich eine Zukunft für Biogas abzeichnete fingen Landwirte wie Gunther Seidel an zu überlegen. Tierexkremente gab es ja in seinem Betrieb genug und mit einer Biogasanlage konnte bei preiswertem Substrateinsatz eine zusätzliche konstante Einnahmequelle für die Agrargesellschaft geschaffen werden. Die Milchpreise waren damals wie heute schlecht, also hieß es die Chancen des EEG zu nutzen.

Die Firma MT Energie aus Zeven, die zu den Pionieren im Biogasanlagenbau zählt, wurde beauftragt, eine Anlage mit einem Fermenter und einem Nachgärer von je 2800 m³ Volumen und einem gasdichten Endlager zu bauen. Seit 10 Jahren ist diese Anlage nun im Betrieb und aus EEG Sicht ist die Halbzeit erreicht. Ein guter Zeitpunkt um Bilanz zu ziehen.

„Mit einer Auslastung von über 97 % können wir mehr als zufrieden sein,“ fasst Gunther Seidel die letzten 10 Jahre zusammen. „Die vorrangige Verwertung unserer Reststoffe aus der Tierhaltung war schon von Beginn an unsere Philosophie. Das haben wir dann mit einem Rindergülleanteil von über 80 % auch erfolgreich umgesetzt. Zusätzlich setzen wir 5 % Grassilage und 10-15 % Mais ein“, erklärt Seidel die weiteren Einsatzstoffe. „Die Auslastung war nicht immer so gut wie heute. Mit den MWM Motoren gab es anfänglich viele kleinere Schwierigkeiten. Erst durch einen Servicevertrag mit MWM in Erfurt erreichten wir entscheidende Verbesserungen, indem wir die Wartungsintervallle bei 1500 Stunden festlegten,“ erinnert sich der sympathische Landwirt.

Erfolgreiche Biogasanlagen zeichnen sich durch eine hohe Verfügbarkeit und ein gelungenes Wärmenetz aus. So auch in Pfiffelbach! Hier nutzt man die anfallende Wärme der Blockheizkraftwerke natürlich zum Heizen der Fermenter, aber auch die Ferkelaufzucht, das Brauchwasser für die Melktechnikreinigung, die Büro- und Sozialräume und die Getreidetrocknung werden von diesem Wärmenetz beliefert.

Die kontinuierliche Verbesserung des Betriebes liegt Gunther Seidel am Herzen. Die biologische und energetische Effizienzsteigerung ist ihm wichtig, weil es nicht nur darum geht einen Betrieb zu leiten, sondern täglich besser zu werden. So arbeitet man in Pfiffelbach mit dem ATB Potsdam und dem Deutschen Biomasseforschungszentrum (DBFZ) zusammen auf dem Gebiet der optimalen energetischen Ausnutzung der Eingangssubstrate einer Biogasanlage.

Spätestens mit dem Jahr 2018 beginnt die zweite Halbzeit im EEG. Eine Flexibilisierung der Anlage ist zum heutigen Stand noch nicht geplant, obwohl gerade hier in Pfiffelbach die Forderungen des EEG 2017 an einen geringen Maisanteil im Substrat exemplarisch erfüllt werden.

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