BRÖKER BIOGAS GBR – SCHNELL ES 2509, 250 KW, BIOGAS

Ein idyllischer Arbeitsplatz: zwischen Gronau und Ochtrup liegt die Biogasanlage Bröker GbR im landwirtschaftlich geprägten Westfalen.
Die Biogasanlage des Familienbetriebes versorgt die umliegenden Häuser mit Energie aus grünem Strom.

Generationenübergreifend bewirtschaften die Brökers ihren landwirtschaftlichen Vorzeigebetrieb mit einer Größe von 220 Hektar.  „Bei der Bearbeitung der teils sehr lehmigen und tonigen Flächen wird viel Wert auf eine bodenschonende und zeitlich angepasste Bewirtschaftung gelegt. Die Landwirtschaft umfasst außerdem 1400 Mastschweine und 280 Mastbullen.“ berichtet Sebastian Bröker, der den Hof in dritter Generation führt.

„Mit Einführung des EEG 2004 haben wir uns dann intensiv mit dem Thema Erneuerbare Energieerzeugung beschäftigt. Nach sorgfältigen Überlegungen und einer wirtschaftlichen Prüfung ist die Entscheidung für den Bau einer Biogasanlage und einer 100 kW Photovoltaikanlage gefallen. Anschließend habe ich gemeinsam mit meinem Vater die Bröker Biogas GbR gegründet und die Inbetriebnahme erfolgte bereits im Jahr 2005.“ erzählt der passionierte Landwirt aus der Anfangsphase.

Die von der Firma PlanET errichtete Biogasfabrik besteht aus einem Fermenter und einem Nachgärer mit jeweils 1.200 Kubikmetern Fassungsvolumen.

Der zu 80 % selbsterzeugte Substratmix aus Maissilage, Getreideganzpflanzensilage und Gülle aus eigener Tierproduktion dient dazu, die 2,3 Millionen Normkubikmeter Biogas zu erzeugen. Das in der Biogasanlage entstehende Gas ist fast H₂S frei und befeuert zwei Zündstrahlmotoren von SCHNELL und einen kleinen Zündstrahlmotor von Deutz. „Die Entscheidung, auf Zündstrahl-BHKW zu setzen, war im Rückblick genau richtig. Der in Aussicht gestellte höhere elektrische Wirkungsgrad konnte auf Dauer erreicht werden und unsere Erwartungen wurden mehr als erfüllt“, beschreibt Sebastian Bröker zufrieden die gemachten Erfahrungen.

Über ein Nahwärmenetz werden die Stallungen, naheliegende Wohnhäuser, diverse Trocknungen für Holz, Getreide und Mais und eine Gärresttrocknung versorgt. So können über das ganze Jahr 90 % der Wärme nachhaltig genutzt werden.

„Ich wünsche mir für die Zukunft, dass wir ein Angebot über eine wirtschaftliche Nachfolgeregelung für unsere Biogasanlage bekommen.“ sagt Herr Bröker. Ob eine positive oder negative Flexibilisierung lohnt, prüft er gerade. „Schließlich kann man auch negativ flexibilisieren, indem man einfach die halbe Menge an Energie mit weniger teuren Substraten wie zum Beispiel Gülle erzeugt“, erläutert der stets gut gelaunte Landwirt ein weniger investitionsträchtiges Geschäftsmodell für die Zukunft.

 

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